Arbeitsgruppe 3

Mediation für Fach- und Wissenschaftssprache B2/C1

Die Ausführungen zum Thema Mediation stellen eine der wesentlichen Weiterentwicklungen des GER dar, die mit dem Companion Volume einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Besonders hervorgehoben wird dabei die spezielle Bedeutung der Mediation als desjenigen der vier Kommunikationsmodi, der Aspekte der anderen drei Modi subsumiert und insofern die komplexeste Form sprachlicher Kommunikation darstellt.

Übersetzung und Dolmetschen sind als interlinguale Aktivitäten die offensichtlichsten Formen von Mediation, doch das Companion Volume macht deutlich, dass das Spektrum medialer Aktivitäten weitaus größer ist.

Im Kontext universitärer Sprachkurse, und damit im Kontext von UNIcert, sind vor allem intralinguale Formen von Mediation relevant. In der Mediation übernehmen Lernende Aufgaben, die traditionell der Lehrpersonal zugeschrieben werden, z.B. Erläuterung/Vermittlung von Inhalten oder Unterstützung bei der Konstruktion von Bedeutung. Mediation ist somit als besondere Ausprägung der Lernendenzentrierung anzusehen. Als weitere Besonderheit werden Lernende in der Mediation zwangsläufig zu sozial Handelnden, die durchaus stärker im Interesse anderer oder der Gemeinschaft als im eigenen Interesse agieren.

In unserer AG wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, wie Mediation in wissenschafts- und fachsprachlichen Kursen zu einem kurstragenden Element wird und im Sinne des constructive alignment sowohl in den Lernzielkatalog als auch in die Leistungsbewertung mit einbezogen werden kann. Ausgehend von exemplarisch skizzierten Modellen sollen in der AG Szenarien für die eigene Unterrichtspraxis entwickelt und kritisch diskutiert werden.

Da das Companion Volume noch nicht auf Deutsch vorliegt und daher mit den englischen Skalen gearbeitet wird, benötigen die Teilnehmenden eine entsprechende Lesekompetenz.

AG-Leitung

  • Dr. Barbara Amling (Rostock)
  • Dr. Ursula Hehl (Köln)

Raum

SFG 2010