Die hier angegebenen Diskussionen finden parallel am Freitag, den 1.3. von 16:30 - 18:00 in den angegebenen Räumen statt.

These informal rounds of discussions run in parallel on Friday, 1.3.2019 from 16:30 - 18:00.

Stellenwert und Stärkung der Sprachpraxis in den philologischen Studiengängen

Sprache / Language: Deutsch / German

Moderator*innen: Ingrid Fandrych / Jennifer Meister (Erlangen)

Raum: B2.860

Sprache: Deutsch

Bestrebungen zur Stärkung der Sprachpraxis für Hauptfachstudierende anhand eines Beispiels aus der Anglistik/Amerikanistik (Bachelor, Master und Lehrämter).

Seit der Modularisierung der Studiengänge an der FAU Erlangen-Nürnberg 2007/8 werden nicht mehr alle Bereiche der Sprachpraxis abgedeckt, so dass sich Lücken in der Vorbereitung der Studierenden auf das Saatsexamen (Lehrämter) und in der sprachpraktischen Ausbildung (Bachelor) ergeben haben. Die Abteilung Englisch für Philologie im Sprachenzentrum hat wiederholt versucht, diese Mängel zu beheben. Gegenwärtig haben wir wieder einen Vorstoß gemacht, die Sprachpraxis zu stärken, Lücken zu schließen und eine didaktisch sinnvolle sprachpraktische Ausbildung zu verankern. 

In dem Diskussionsforum würden wir gerne vorstellen, worum es geht: Ist-Zustand vs. unser Vorschlag zur Neuordnung, gefolgt von einer kurzen Skizzierung der Gremiendiskussionen. Wir erhoffen uns einen Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit KollegInnen anderer Universitäten und anderer Fächer/Sprachen/Philologien. Wir freuen uns über die Teilnahme von möglichst vielen TeilnehmerInnen, die an ihren Institutionen sprachpraktische Kurse und Module für Philologie-Studierende (Bachelor, Master und/oder Lehrämter) anbieten. Wir würden uns freuen, wenn diese Diskussion zur Vernetzung und dem Beginn eines zukünftigen Gedankenaustausches führen könnte.

Zielgruppe:

Alle AnbieterInnen von sprachpraktischen Kursen und/oder Modulen in allen Sprachen, die im Rahmen eines philologischen Studiums (Bachelor, Lehramtsstudiengänge, Master) angeboten werden. 


 

 

Lehren, Lernen und Prüfen auf der Stufe C2 des GER / UNIcert(r) IV - TEACHING, STUDY AND TESTING AT LEVEL C2 OF THE CEFR / UNICERT LEVEL IV

Sprache / Language: Deutsch & Englisch / German & English

Moderator*innen: David Bowskill (Berlin)

Raum: B3.770

***English version below***

Wie können Sprachenzentren sinnvolle und adäquate Angebote für Lernende auf der höchsten Stufe des GER anbieten? Nach einem kurzen Einleitungsreferat zum UniCert®IV Programm am Sprachenzentrum der Humboldt-Universität zu Berlin werden wir folgende Fragen diskutieren

- Worin bestehen die sprachlichen und fertigkeitsbezogenen Unterschiede zwischen den Stufen C1 und C2 und wie können sie in der Entwicklung des Curriculums berücksichtigt werden?

- Welche Aufgaben, Materialien und Methoden können eingesetzt werden, um die Lernenden von bereits höheren C1 Sprachkompetenz auf C2 Niveau zu bringen?

- Wie kann die sprachliche Progression zwischen Stufen und innerhalb von Kursen gewährleistet werden?

-Wie kann auf der Stufe C2 geprüft werden? Sollen die Aufgabenstellungen und Bewertungskriterien wesentlich anders sein als auf der Stufe C1?

Ein wünschenswertes Ergebnis dieser Diskussionsrunde wäre der Aufbau eines Netzwerks von Lehrenden an Sprachenzentren, die C2/UniCert®IV Kurse anbieten, um den besseren Austausch von Aufgaben und Materialien  bzw. Hospitationen zu ermöglichen.

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How can language centres offer meaningful and adequate courses for learners at the highest level of the CEFR? After a brief introduction to the UniCert®IV programme at the Language Centre of Humboldt University Berlin, we will discuss the following questions:

- What are the differences in linguistic ability and skills between levels C1 and C2 and how can these be taken into account in the development of course curricula?

- Which tasks, materials and methods can be used to take learners from the already advanced language proficiency at C1 to C2 level?

- How can linguistic progression be ensured between levels and within courses?

- How can language and skills be tested at C2? Should the tasks and evaluation criteria be significantly different than at C1?

 A desirable outcome of this discussion session would be the establishment of a network of teachers at language centres who offer C2/UniCert®IV courses to facilitate the exchange of tasks and materials as well as observing each other’s lessons.


 

 

SELBSTLERNZENTREN - VERNETZUNG NACH INNEN UND AUßEN

Sprache / Language: Deutsch / German

Moderator*innen: Maria Giovanna Tassinari (Berlin) / Ilka Dönhoff (Paderborn) / Anikó Brandt (Bremen) / Christian Hagen (Erlangen)

Raum: Selbstlernzentrum - GW2 A3070

Die Vernetzung von Selbstlernzentren bzw. Mediatheken innerhalb und außerhalb der Hochschulen ist von großer Bedeutung. Zum einen sorgt sie für mehr Sichtbarkeit der Zentren, zum anderen können Synergieeffekte aufgetan und genutzt werden (z. B. gemeinsame Nutzung von Ressourcen, Übertragung von Konzepten, gemeinsame Projekte…)

In unserer Diskussionsrunde möchten wir zunächst Best-practice Beispiele vorstellen und diskutieren, bspw. zu folgenden Fragen:

- Wie können Lehrende und Lernende besser in Selbstlernzentren / in Angebote von SLZ integriert werden

- Wie können SLZ zur Entlastung von Lehrkräften bspw. bei der Kursvorbereitung beitragen?

- Welche bestehenden Kooperationen gibt es an der Hochschule bereits, welche weiteren wären denk- und fruchtbar?

- Welche Kooperationen außerhalb von Hochschulen wären denkbar?

 Ziel der Runde soll es sein, gemeinsames Know-How aufzubauen und bei einem auf die Tagung folgenden virtuellen Treffen zum Moodle-Kurs „Angebote für autonomes und kooperatives Lernen“ (auf AKS intern) die gemachten Erfahrungen auszutauschen und somit die eigene Einrichtung weiterzuentwickeln.


 

 

ACADEMIC MISCONDUCT AND LANGUAGE CENTERS: (HOW) DO LANGUAGE CENTERS CARE?

Sprache / Language: Englisch / English

Moderator*innen: Anna Soltyska (Bochum)

Raum: B3.010

Numerous cases of academic misconduct have been reported by institutions of higher education across Europe and beyond. With the growing importance of language exams e.g. for gatekeeping and selection purposes also university language centres are more and more often exposed to this phenomenon, plagiarism and cheating in exams including, but not limited to.

The aim of the session is to discuss various instances of academic malpractice that language centre experience nowadays and exchange views on measures taken to prevent, reduce as well as penalise such acts of misbehaviour. Representatives of language centres will be given the opportunity to suggest necessary regulations or guidelines to deal with academic misconduct as well put forward further practical ideas and small-scale initiatives to control this type of misbehaviour. 

Prospectively, a working group could be formed with the aim of raising awareness of academic misconduct and its impact on the quality and reliability of teaching and testing foreign languages and other subjects alike.


 

 

KEINE KREDITPUNKTE, KEINE INTERESSENTEN? / No credits, no interest?

Sprache / Language: Deutsch & Englisch / German & English

Moderator*innen: Daniela Ceroni / Emma Gledhill-Schmitt / Agi Meist-Faust (Geisenheim)

Raum: B2.900

**English version below**

Infolge des Bologna-Prozesses, der Mobilität, internationale Zusammenarbeit sowie lebenslanges Lernen in Europa fördert, spielen Fremdsprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen eine Schlüsselrolle, um im Berufsleben langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und auf persönlicher Ebene den eigenen Horizont zu erweitern. Trotz der Internationalisierungsbestrebungen vieler Hochschulen werden jedoch Kurse, die ebensolche Fertigkeiten vermitteln, nicht als „ECTS-Punkte-würdige“ Veranstaltungen angesehen. Fazit: Keine Kreditpunkte = keine Interessenten. Auch die Teilnahme an DAF-Kursen für Incomings, die im Rahmen des Erasmus-Programms einen Teil ihres Studiums in Deutschland absolvieren, wird oft als freiwillige Ergänzung des regulären Stundenplans angeboten und bekommt somit nicht den ihr gebührenden Stellenwert. 

Die Diskussionsrunde über dieses Problem soll helfen, mögliche Strategien zu erörtern, um diese Meta-Kompetenzen als studienrelevant und als integrativen Bestandteil einer zeitgemäßen beruflichen Qualifikation zu etablieren. Gleichzeitig soll auch nach praktikablen Wegen (z. B. neuen Kursformaten) gesucht werden, um Studierende zur freiwilligenTeilnahme an diesem extrakurrikularen Angebot zu motivieren.

The Bologna Process, which promotes mobility, international cooperation and lifelong learning in Europe, means that foreign language skills and intercultural competencies play a key role in maintaining competitiveness in working life as well as broadening personal horizons. However, despite the internationalization efforts of many higher education institutions, courses that teach such skills are not considered "ECTS point-worthy". No credit points = no students. The participation in DaF courses for incomings who complete a part of their study in Germany in the context of an Erasmus program, is often offered as a voluntary addition to the regular timetable and thus does not receive the value due to it. 

 

In this ‘round-table discussion’ we would hope to share possible strategies to establish these meta-competencies as relevant to studies and as an integrative component of a modern vocational qualification. At the same time, practicable ideas (e.g. new course formats) for motivating students to participate in these extracurricular courses, will be discussed.

 


 

 

VIELE SPRACHEN – ZWEI PROJEKTE – WIE MAN SYNERGIEN SCHAFFEN KANN

Sprache / Language: Deutsch / German

Moderator*innen: Christina Thunstedt / Rosane Werkhausen (München)

Raum: B2.890

Umfrage- und Videoprojekt am Sprachenzentrum der TU München

Am TUM Sprachenzentrum arbeiteten zwei Gruppen, bestehend aus Lektoren und Verwaltungspersonal, im akademischen Jahr 2017-18 an zwei verschiedenen Projekten: eine groß angelegte Studierendenumfrage sowie ein Videowettbewerb für Studierende.

Das erste Projekt hatte zum Ziel, wertvolle Umfrageergebnisse für die Planung neuer Kursformate und die Optimierung der Lehre einzuholen. Das zweite Projekt stellte die Studierenden in den Mittelpunkt: In einer kreativen Weise spiegelten sie das Profil des Sprachenzentrums an einer technischen Universität - als Schnittstelle zwischen Sprache/Kultur und Technik.

Neben den erzielten Projektergebnissen gab es weitere positive „Spinn-off-Effekte“ auf unterschiedlichen Ebenen: 

Auf der internen Ebene gelang es uns, Mitglieder aus verschiedenen Bereichen des Sprachen-zentrums miteinzubinden, den fach-und sprachübergreifenden Austausch zu beleben und das vorhandene Expertenwissen möglichst optimal zu nutzen. 

Auf der externen Ebene gelang es uns, die Vernetzung mit anderen Organen und zentralen Einrichtungen an der Universität auszubauen und zu intensivieren. Dadurch konnten wir für uns relevantes Fachwissen erwerben und außerdem unsere Außenwirkung erhöhen. 

In unserer Präsentation wollen wir die Ergebnisse darstellen, aber auch den Prozess kritisch beleuchten: Was lief gut und was weniger? Was können wir beim nächsten Mal verbessern? 

Anschließend möchten wir uns in einer offenen Diskussionsrunde über unsere gemeinsamen Erfahrungen austauschen und „brainstormen“: Welche Projekte dieser Art, mit welcher Zielsetzung und in welcher Form sind für Sprachenzentren an technischen Universitäten am besten geeignet?


 

 

The Language Learner as a Social Agent – neuer Blick auf die Lernenden dank des Companion Volumes zum GER

Sprache / Language: Deutsch /German

Moderator*innen: Johann Fischer (Göttingen)

Raum: B2.880

Der 2018 erschienene Begleitband zum Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachenunterstreicht den handlungsorientierten Ansatz, der bereits 2001 eine wesentliche Grundlage für die Konzeption des GER darstellte, in der Folge aber nicht ausreichende Beachtung fand. Einer der wesentlichen Ziele des Begleitbandes ist es daher sich zurückzubesinnen auf den handlungs- und aufgabenorientierten Ansatz und dabei die Rolle des Lernenden als sozial agierende Person („social agent“) neu zu reflektieren. Zwar legt der Begleitband den Fokus auf das Lehren und Lernen von Fremdsprachen und klammert explizit das Prüfen und Testen aus, doch zeigten die Ergebnisse der Tagung des Europarates zum Begleitband im Mai 2018, dass Lehren, Lernen und Prüfen / Testen als Einheit betrachtet und somit auch bestehende Praktiken des Prüfens und Testen überdacht werden müssen.

In diesem Kontext wirft der Begleitband zum GER unter anderem einen geschärften Blick auf die vier Sprechmodi, bei denen gerade die Mediation viel kreativen Entwicklungsspielraum für den Fremdsprachenunterricht an der Hochschule bietet. Zudem betont der Begleitband erneut die Chancen mehrsprachiger Konzepte für die Fremdsprachenlehre, die wir weiter verfolgen sollten.

UNIcert® hat das handlungsorientierte Konzept sowohl in Bezug auf das Lehren und Lernen als auch auf das Prüfen und Testen bereits in sein Grundkonzept aufgenommen und in seiner Rahmenordnung verankert, doch inwieweit ist es in der Praxis in allen akkreditierten Einrichtungen, für alle Sprachen und auf allen Stufen bereits umgesetzt?

Zusammen mit NULTE hat UNIcert® ein Projekt zur Umsetzung der Anregungen des Begleitbands gestartet und möchte dies mit den Mitgliedern des AKS und von CercleS weiter vorantreiben, um die Qualität der Lehre, des Lernens und des Prüfens und Testens von Fremdsprachen im Hochschulkontext positiv zu beeinflussen.

Im Rahmen dieser Diskussionsrunde wollen wir auf diesen Vorarbeiten aufbauend gemeinsam

- das Potenzial des Begleitsbands zum GER eruiere

- eine Bestandsaufnahme zur Umsetzung der darin beschriebenen Konzepte vornehmen,

- Ideen zur weiteren Umsetzung und nachhaltigen Verankerung dieser Konzepte sammeln und

- Konzepte zur Verbreitung von Beispielen guter Lehr- / Lern- / Prüfungspraxis entwickeln.

Forced to autonomy: Are there ever ideal conditions for development of learner autonomy?

Sprache / Language: Englisch / English

Moderator*innen: Martina Šindelářová Skupeňová (Brno, Tschechische Republik)

Raum: GW2 B3.850

Based on the experience of a very hectic semester start, the presentation will discuss teachers´ beliefs about responsibility, control and decision making in language learning. The beliefs as well as organisational settings and external factors that influence (either develop or suppress) learner autonomy will be analysed. During the presentation, different types of English courses will be compared with regard to how similar students´ activities were incorporated into the course structure and with regard to various modes of communication used between the teacher and students and students themselves. The main aim of this presentation is to suggest that there is an opportunity to foster autonomous learning in every teaching context and that the key issue in this process is teacher autonomy.