Integrated Problem Decision Reports (IPDR) – ein Unterrichtswerkzeug aus der Übersetzungswissenschaft

Studierende der interkulturellen Kommunikation und des Übersetzens lernen mehrere Sprachen auf spezialisiertem Fertigkeitsnivau. Sie müssen sich gewandt zwischen ihren Arbeitssprachen bewegen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der locale kennen, Kommunikationsentscheidungen und -strategien reflektieren und diese schlüssig kommentieren und begründen können. Dies setzt eine hohe Selbstreflexionsfähigkeit voraus, die im Unterricht mit IPDR geübt werden kann. IPDR-Prozessnotizen entstehen während der Textproduktion und werden im Anschluss besprochen. IPDR sind Erinnerungstrigger die das Reflexionsvermögen von Studierenden erhöhen. Sie sind als unterrichtsbegleitendes Mittel auf unterschiedlichen Textproduktionsniveaus einsatzfähig. IPDR-Notizen lassen zwei- und mehrsprachige Lernende bei der Reflexion natürlich mit ihrem idiosynkratrischen, linguistischen Repertoire umgehen. In einem mehrsprachigen Szenario können sie zu translanguaging und language awareness beitragen. Der Beitrag präsentiert die Methode und erläutert ihre Einsatzmöglichkeiten im Sprachlernunterricht mit Beispielen aus der universitären Übersetzerausbildung, aus Unterrichtsfächern des professionellen und des akademischen Schreibens und aus der Schreibberatung an Hochschulen.

Referent/in - Presenter/s

  • Carmen Heine (Universität Aarhus, Dänemark)

Zeit / Time

  • Freitag / Friday, 1.3.2019
  • 14:30 - 15:05 Uhr

Raum / Room

GW2 B2.860

Sprache / Language

Deutsch / German