LÜCKEN SCHLIEßEN, BRÜCKEN BAUEN: BESTIMMUNG VON GER-NIVEAUS MIT DEM ONSET

Der onSET ist ein komplett internetgestütztes Testsystem zur Messung der allgemeinen Fremdsprachenkompetenz. Aktuell liegen Testversionen für Deutsch als Fremdsprache (onSET-Deutsch) und Englisch als Fremdsprache (onSET-English) vor. Das Testformat des onSET folgt dem C-Test-Prinzip: Teilnehmende haben in einer Reihe kurzer Texte fehlende Wortteile zu ergänzen. Anhand der erreichten Punktzahl werden die Teilnehmenden einem von fünf GER-Niveaus (Europarat, 2001) zugeordnet. Der Bezug zum GER wird über eine Methode des Standard-Settings hergestellt, die Prinzipien der Rasch-Skalierung von CTests mit dem aus der Kategorisierungsforschung bekannten Prototypenkonzept verbindet: die Prototypgruppenmethode (PGM). Nach der PGM benennen Experten (z. B. Sprachlehrende) zunächst diejenigen Lernenden, die sie aus ihrer Arbeit in Sprachkursen sehr gut  kennen und als typische Vertreter eines von fünf GER-Niveaus betrachten (Lernerprototypen auf A1 bis C1). Anhand der Verteilungen von Rasch-basierten Fähigkeitsschätzungen der Lernerprototypen je zweier benachbarter Niveaus werden Trennwerte (Cut-Scores) berechnet. Diese Berechnungen stützen sich auf eine Analyse nach der „Receiver-Operating-Characteristic“ (ROC). Daten aus 20 Erprobungen unterschiedlicher Sets von C-Test-Texten für den onSET-English, bearbeitet von insgesamt 3 310 Teilnehmenden, illustrieren die Vorgehensweise. Perspektiven für den Ausbau des onSETSystems im Hinblick auf weitere Fremdsprachen werden diskutiert.

Referent/in - Presenter/s

  • Dr. Thomas Eckes (TestDaF-Institut, Germany)

Zeit / Time

  • Samstag / Saturday, 25. Februar 2017
  • 11:15 - 11:50 Uhr

Raum / Room

GW2 B2.890

Sprache / Language

Deutsch / German