DER HANDLUNGSORIENTIERTE ANSATZ DES GER - ANSPRUCH UND REALITÄT BEIM SPRACHTESTEN

Der Ansatz des GER wird wie folgt definiert: "Der hier gewählte Ansatz ist im Großen und Ganzen
handlungsorientiert, weil er Sprachverwendende und Sprachenlernende vor allem als sozial Handelnde
betrachtet, d. h. als Mitglieder einer Gesellschaft, die unter bestimmten Umständen und in spezifischen
Umgebungen und Handlungsfeldern kommunikative Aufgaben bewältigen müssen, und zwar nicht nur
sprachliche. [...] Der handlungsorientierte Ansatz berücksichtigt deshalb auch die kognitiven und emotionalen Möglichkeiten und die Absichten von Menschen sowie das ganze Spektrum der Fähigkeiten, über das Menschen verfügen und das sie als sozial Handelnde (soziale Akteure) einsetzen." (GER 2001, S. 21)

In der Umsetzung des GER im Bereich des Sprachtestens stellt sich jedoch die Frage, ob Sprachtests und - prüfungen an der Hochschule / im UNIcert-Verbund oder auch außerhalb der Hochschule diesem Anspruch (immer?) gerecht werden und ob die zu prüfenden Personen in der Tat als "soziale Akteure" wahrgenommen werden und deren (kognitiven und emotionalen) Möglichkeiten, Absichten und Fähigkeiten Gegenstand des Test- bzw. Prüfungsgeschehens sind.

Dieser Beitrag soll eine kritische Auseinandersetzung mit den Ansprüchen und Zielen des GER und der
Umsetzung in der Prüfungspraxis bieten, Handlungsfelder für Herausforderungen in diesem Bereich aufzeigen und Möglichkeiten zur Optimierung bieten.

 

 

Referent/in - Presenter/s

  • Dr. Johann Fischer (ZESS, Universität Göttingen, Germany)

Zeit / Time

  • Samstag / Saturday, 25. Februar 2017
  • 10:30 - 11:05 Uhr

Raum / Room

GW2 B2.890

Sprache / Language

Deutsch / German