Fremdsprachenerwerb im Kontext des informellen Lernens: Eine neue Perspektive für das autonome Fremdsprachenlernen und -lehren an Hochschulen

Der vorliegende Beitrag behandelt theoretische Grundlagen und eine Reihe der fremdsprachendidaktischen Verfahren des Fremdsprachenerwerbs im Rahmen des informellen Lernens auf der Hochschulebene. Das „informelle Lernen“ wird nach dem „Memorandum über lebenslanges Lernen“ als ein nicht-intentionaler Lernprozess, „eine natürliche Begleiterscheinung des täglichen Lebens“ verstanden. Es wird ein Versuch vorgenommen, die allgemeinen Charakteristika des effektiven informellen Fremdsprachenlernens, nämlich aus der Perspektive der Studierenden an einer linguistischen Hochschule zu erörtern. Stützend auf diese Charakteristika werden methodisch-didaktische Vorschläge zur Organisierung des autonomen „alltäglichen“ Lernprozesses erarbeitet. Festgestellt und klassifiziert sind die grundlegenden Lernaktivitäten, die für autonomes Fremdsprachenlernen auf informeller Ebene für die Studierenden von großer Bedeutung sind. Es werden zwei Arten der Auswertung beschrieben: durch die Übertragung (Aktualisierung) der Lernergebnisse auf die Ebenen des formellen und nicht-formellen Lernens (indirekte Auswertung) und durch die „Reflexive Karte des alltäglichen Lernens“ (direkte Auswertung). Der Beitrag beschreibt die Anforderungen an die Karte, ihre Struktur und die Lerntechnik, die dabei verwendet wird.

Am Ende des Beitrags sind die ersten empirischen Ergebnisse zusammengefasst, dargestellt und interpretiert.

Referent/in - Presenter/s

  • Andrei Kolesnikov (Staatliche Sergej-Jessenin-Universität Rjasan, Russland)

Zeit / Time

  • Samstag / Saturday, 2.3.2019
  • 11:30 - 12:05 Uhr

Raum / Room

GW2 B2.890

Sprache / Language

Deutsch / German