Dr. Michael Langner (Universität Freiburg, Schweiz / Université du Luxembourg)

(Sprachen-) Lernen trotz Medien-Hype! Anspruch und Wirklichkeit

Es ist eigenartig: Das Angebot an digitalen Lernmöglichkeiten wächst fast täglich, der Sättigungsgrad der mitteleuropäischen Bevölkerung mit mobilen digitalen Endgeräten liegt teilweise schon bei über 100%, die Nutzung solcher Geräte in aller Öffentlichkeit nimmt langsam schon Epidemie-Charakter an, aber der Einsatz dieser Geräte zum Sprachenlernen hinkt weit hinterher.
Diese Situation steht in krassem Gegensatz zu den teilweise immer noch euphorisch beschworenen Möglichkeiten!
Was funktioniert hier nicht, wenn wir davon ausgehen, dass es sehr wohl sinnvolle Verwendungsweisen solcher technischen Möglichkeiten für das Sprachenlernen gibt? Liegt das an der schon immer beschworenen konservativen Grundhaltung von Lehrpersonen? Oder an der völligen Unüberschaubarkeit des Marktes? Oder an fehlenden griffigen Evaluationskriterien? Oder ist es die natürliche Reaktion unseres Gehirns auf eine virtuelle Realität, die sich qualitativ von der realen Realität unterscheidet? (Man sollte sich mal den Begriff „virtuelle Realität“ genauer überlegen – wie real ist die denn?)
Am Ende dieses Beitrags soll keinesfalls Defätismus stehen!

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