Dr. Sandra Ballweg (TU Darmstadt, Germany)

Individualisierung und Lernendenautonomie im institutionellen Rahmen? Empirische Ergebnisse zum autonomen Handeln von Studierenden im Kontext von Portfolioarbeit

Individualisierung, Lernendenorientierung und Autonomieförderung sind unumstritten zentrale Prinzipien im modernen Fremdsprachenunterricht, denn es besteht Einigkeit sowohl über die Individualität der Lernenden als auch über die Notwendigkeit, alle Lernenden auf lebenslanges Weiterlernen vorzubereiten. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welches Maß an Individualisierung im institutionellen Rahmen möglich oder sinnvoll ist, beispielsweise ob Lernende sich selbst Lernziele setzen sollen, obwohl es curricular vorgegebene Ziele gibt (vgl. Flächer 2011: 246).
In der hier vorgestellten empirischen Studie zur Portfolioarbeit im universitären DaF-Unterricht wird deutlich, wie Lernende den eigenen Lernprozess und die Portfolioarbeit im vorgegebenen Rahmen individualisieren und dabei hochgradig autonom agieren. Anhand dieser Daten, die über den Verlauf eines Kurses mit einer Lehrerin und sieben Studierenden erhoben wurden, werden nicht nur die verschiedenen Vorgehensweisen der Lernenden deutlich, sondern es lassen sich auch Anknüpfungspunkte für die Individualisierung im Fremdsprachenunterricht finden.

Literatur:
Flächer, Tina (2011), Portfolioarbeit im gymnasialen Fremdsprachenunterricht. Themenorientierter Unterricht mit dem Europäischen Portfolio der Sprachen. Frankfurt a.M. u.a.: Lang.

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