Dr. Katarzyna Różańska (Universität Hamburg, Institut für Slavistik, Deutschland)

Polnische Herkunftsprecher in den sprachpraktischen Curricula der Slavistik-Institute an deutschen Hochschulen: Übersicht, Analyse, Ausblick

In der Fremdsprachendidaktik der letzten Jahre ist die Heterogenität der Lernergruppen ein wichtiges Thema. Einerseits erkennt man sprachliche Potentiale der mehrsprachigen Gruppen, anderseits weist man auf strukturelle Begrenzungen der sprachlichen Curricula und Studienpläne an den Hochschulen hin, die den neuen Herausforderungen der Diversität keine Rechnung zu tragen scheinen.
In Hinsicht auf diese Problematik lohnt sich einen Blick auf die Situation der polnischen Herkunftssprecher an deutschen Hochschulen (Slavistik-Institute) zu werfen. Diese Gruppe bringt zwar sprachliche Vorkenntnisse mit, was allerdings nicht immer entsprechend in den Studienplänen der deutschen Slavistiken honoriert und verankert wird. Der Beitrag soll die Frage nach der Situation der polnischen Herkunftsprecher an den deutschen Slavistiken aufwerfen und Einblicke aus der Arbeit mit den herkunftsprachlichen Gruppen liefern. Hierbei werden Probleme mit der Einstufung dieser Lehrner, ihre spezifischen sprachlichen Erwartungen und Bedürfnisse tematisiert und einige praktische Ideen für Arbeitstechniken und –szenarien mit Herkunftsprechern präsentiert.