Call for Papers

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RETHINKING THE LANGUAGE LEARNER
Paradigmen - Methoden - Disziplinen

Alle Bereiche unserer Gesellschaft werden gegenwärtig von tiefgreifenden Entwicklungen und Veränderungen beeinflusst. Globalisierung, demographischer Wandel und weiter zunehmende Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt führt dazu, dass Wissen und Wissensvermittlung den schnelllebigen Veränderungen stetig neu angepasst werden müssen. Rasch wachsende Internationalisierung, zunehmende Heterogenität und Diversität, verbunden mit immer straffer angelegten Studienplänen, erfordern eine Neuausrichtung von Sprachenlernen und -lehren an unseren Hochschulen. Sprachenzentren stehen daher vor der Herausforderung, Angebote und Konzepte auf veränderte Lerner*innen, neue Lernkulturen und Lernformate auszurichten. Dies hat gleichermaßen Auswirkungen auf die Arbeit und Ausbildung von Lehrkräften wie Studierenden.

Das 7. Bremer Symposion möchte eine Plattform bieten, dieses Spannungsfeld aus Sicht der Sprachlehr- und -lernforschung sowie den Bezugswissenschaften zu beleuchten, interdisziplinäre Zugänge aufzuzeigen und dabei den Lernenden in den Fokus zu rücken. Hierzu muss sich die Fremdsprachenlehre an den Hochschulen mit angrenzenden Bereichen wie Neurolinguistik und Neurodidaktik verzahnen, ebenso wie sie Konzepte der Mehrsprachigkeitsdidaktik, des translanguaging und der language awareness mit aufnehmen sollte. Ebenso sollte aufgezeigt werden, wie sich solche Konzepte in den Curricula und dem Unterrichtsalltag praktisch umsetzen lassen können.

Zu diesen Schwerpunkten können empirische, praktische oder theoretische Ansätze präsentiert und diskutiert werden. Wir laden Sie daher ein, Ihre Arbeiten in Form von Vorträgen, Workshops oder Posterpräsentationen vorzustellen. Die Arbeiten sollen einen klaren Bezug zur Sprachlehre an Hochschulen aufweisen.

Im Rahmen eines Forschungskolloquiums besteht die Möglichkeit, eigene Forschungsarbeiten, wie Masterarbeiten, Dissertationen, oder Aktionsforschung (classroom research) einem Expertenteam und interessiertem Publikum zu präsentieren, zur Diskussion zu stellen und Feedback zu erhalten.

Wir bieten Ihnen folgende unterschiedliche Präsentationsmöglichkeiten:

  • Vortrag in einer der 8 Sektionen (25 min Vortrag + 10 min Diskussion)
  • Workshop (90 min) (nicht an eine Sektion gebunden!)
  • Posterpräsentation
  • NEU: Forschungskolloquium

Vortragssprachen: Deutsch oder Englisch (andere Sprachen nach Absprache mit dem Organisationsteam)

Vorgesehene Sektionen

Sektion

Beschreibung

Sektion 1: Lernendenautonomie fördern

Neue Konzepte und Angebote zur Förderung von Lernendenautonomie z.B. unter Einbeziehung von unterschiedlichen Lernkulturen, Voraussetzungen der Lernenden, für unterschiedliche Lernkontexte und/oder auch die Verzahnung derselben. Ebenfalls können Beiträge zur Entwicklung einer Autonomy Literacy eingereicht werden.

Sektion 2: Neue Zielgruppen & Lernformate

Eingereicht werden können Konzepte, Projektbeschreibungen etc. die auf neue Zielgruppen und Lernformate zugeschnitten sind: z.B. für Geflüchtete, Verwaltungsmitarbeiter*innen, Firmen, An-Institute und andere Externe sowie z.B. Blended-Learning-Formate, Online-Formate, Out-of-classroom-Formate.

Sektion 3: Assessment von Lernenden

Vorgestellt werden können Konzepte zu Assessment Literacy von Lehrenden und Lernenden, zu formativem und summativem Assessment (Assessment in Kursen, Peer-Assessment, Self-Assessment…) in formellen und informellen Lernkontexten.

Sektion 4: Perspektiven aus benachbarten Disziplinen

Die Vorträge sollen interdisziplinäre Zugängen zur Sprachlehr- und -lernforschung (z.B. Neurolinguistik, Neurodidaktik, Psychologie, Mehrsprachigkeitsdidaktik…) aufzeigen.

Sektion 5: Lernende motivieren

Die Vorträge präsentieren Konzepte zur Lernendenmotivation in unterschiedlichen Lernkontexten, zeigen auf, wie Bedarfe/ Bedürfnisse bei den Lernenden erkannt werden können und wie darauf reagiert werden kann. Die Konzepte können sich sowohl mit der Theorie als auch mit der praktischen Umsetzung beschäftigen. 

Sektion 6: Fertigkeiten & Kompetenzen

Welche Kompetenzen sollten Lernende und Lehrende erwerben, welche bringen sie schon mit und wie kann darauf reagiert werden? Die vorgestellten Konzepte können fertigkeitsspezifisch oder auch fertigkeitsübergreifend sein (Einzelfertigkeiten, aber auch Mediation oder interkulturelle Kompetenzen sowie Professionalisierung von Sprachlehrkräften).

Sektion 7: Materialien/Methoden für eigene Lernkontexte

Vorgestellt werden können Wege zur lernerangepassten Materialentwicklung (z.B. Adaptierung von (nicht-)authentischen Materialien, Entwicklung von Online-Materialien, Apps…) und Umsetzung unterschiedlicher Methoden zur lernerzentrierten Unterrichtsgestaltung

Vortragsanmeldung

Einreichen eines Abstracts
01.06.2018 bis 26.10.2018
nur online über das Formular möglich

Kontakt

Dr. Anikó Brandt
Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Land Bremen (FZHB)
Universität Bremen
Universitäts-Boulevard 13
28359 Bremen
Tel.: 0421-218-61993
symposion@uni-bremen.de