Beiträge (P – S)

Pugliese, Rossella (Università della Calabria, Rende)

Vom traditionellen Sprachenportfolio zum E-Portfolio:
Wege zur Autonomie beim Erwerb der deutschen Sprache im universitären Bereich

AG 4

Die Studenten des Faches Deutsche Sprache und Übersetzung im Studiengang Moderne Sprachen und Kulturen der Universität von Kalabrien befassen sich schon seit einiger Zeit mit dem „traditionellen“ Europäischen Sprachenportfolio (ESP). Im Studienjahr 2007/2008 wurde beschlossen, mit dem ESP in einem virtuellen Format, dem sogenannten E-Portfolio, innerhalb eines E-learning-Projektes zu arbeiten. Dieses von der Webseite TIT (Tedesco in Tutoring), die schon zuvor für andere didaktische Arbeitsvorschläge aktiviert worden war, gestützte Projekt, sieht eine in mehreren Phasen ablaufende Arbeit vor.

Nachdem die Bewusstheit über ihre sprachlichen Fähigkeiten bei den Studierenden erlangt wird, formulieren sie ihre kurzfristigen individuellen Lernziele. Das Erreichen dieser Lernziele erfolgt hauptsächlich in Gruppenarbeit und in weitgehender Autonomie.

In der zweiten Phase stellen die Studenten ihre Ausarbeitungen in der Klasse vor und werden dabei von einer Videokamera aufgenommen. Diese Aufnahmen werden in das E-Portfolio auf der Seite TIT, zu der alle Kursteilnehmer mittels Passwort und Username Zugang haben, eingestellt. Ihre „Produkte“ sind einerseits Bestandteil des E-Portfolio eines jeden Teilnehmers und zugleich auch der Ausgangspunkt für eine genauere und ausführlichere Selbstbewertung sowohl ihrer sprachlichen wie kommunikativen Kompetenzen. Darüber hinaus bieten sie eine Gelegenheit, über die eigene methodologische Vorgehensweise und Kontrolle beim Selbstlernen zu reflektieren, im Hinblick auf eine immer weiter wachsende Emanzipation und Autonomie gegenüber dem Dozenten.

Gegenstand des hier vorliegenden Beitrags ist die Darstellung der Ergebnisse des Experiments. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, ob die Anwendung des E-Portfolios im formalen Spracherwerbsprozess metakognitive Fähigkeiten fördert und somit wirklich den Selbstlernprozess und die Sprachkompetenz verbessern kann.

Download: Powerpoint-Präsentation des Beitrags

Sailer, Wolfram (Landesinstitut für Schule Bremen, LIS)

epos – das Elektronische Portfolio der Sprachen als Instrument der Selbstevaluation und der Lernberatung

AG 4

Das elektronische Portfolio der Sprachen „epos“ wird in Bremen inzwischen in Erprobungsfassungen in Schulen der Sekundarstufe I und am Fremdsprachenzentrum der Hochschulen eingesetzt. Es ist im Zusammenhang mit der Gründung des „Runden Tisches Sprachen“, einem Zusammenschluss der mit Sprachenlernen befassten Institutionen aus dem Schul-, Hochschul- und Weiterbildungsbereich im Lande Bremen, entstanden.

„epos“ liegt auf einer leicht zugänglichen und anpassbaren Internet-Plattform, so dass unterschiedliche Nutzer aus unterschiedlichen Bildungsinstitutionen darauf zugreifen können. Es ist geplant, auch im Weiterbildungsbereich mit einem elektronischen Portfolio weiterzuarbeiten, so dass ein Sprachenlernender sein Portfolio von der Schule über die Hochschulen bis zum Bildungsurlaub oder Seniorenkurs für jede Sprache, die er lernt, im Sinne lebenslangen Lernens elektronisch führen kann.

In elektronischer Form dokumentieren Lernende mit Hilfe von „epos“ ihre besten Arbeiten und ihre Selbsteinschätzung anhand von Kompetenzbeschreibungen nach dem Europäischen Referenzrahmen der Sprachen. Dabei verbinden sich Aspekte des autonomen Lernens mit Aspekten von Standardisierung und europäischer Vergleichbarkeit.

Das elektronische Portfolio der Sprachen „epos“ ist ein interaktives Mittel sowohl zur Selbstevaluation als auch zur Lernberatung. Als Instrument, das im Eigentum des Lernenden verbleibt, können durch die Lernenden Anfragen sowohl zur Selbsteinschätzung der erreichten Kompetenzen als auch zur Qualität der abgelegten besten Arbeiten (v.a. Texte, aber auch Bilder von Postern, Ton- oder Videoaufnahmen) an die Sprachenlehrenden gestellt werden. Somit bietet „epos“ auch Möglichkeiten zu blended e-learning.

In diesem Workshop werden praktische Erfahrungen im Umgang mit „epos“ dargestellt und Möglichkeiten zu einer weiteren Nutzung als Instrument der Lernberatung aufgezeigt.

Download: Powerpoint-Präsentation

Santos Muñoz, Arantxa (Dalarna University)

Sharing Students’ Experiences:
an Activity in Spoken Language in an Interactive Electronic Learning Environment

AG 3

The aim of this paper is to present a practical experience in a distance-based course of phonetics and spoken Spanish. The course is integrated in a larger program at Dalarna University (Sweden) and it is addressed to first year students of Spanish. It is aimed at making students capable of understanding and producing their own spoken texts while reflecting upon the different varieties of spoken Spanish.

First of all, we will present the “Fronter” and “Marratech” electronic learning environments as a good option for supporting distance learning courses. Secondly, we will point out the importance of effective self-regulated learning on foreignign language distance courses and for this purpose we will present an interactive activity in which the students background, interests and the language itself become the main challenges.

How can we motivate the students? How can we help create an adequate virtual classroom atmosphere on a distance learning course? Aspects such as autonomous learning, motivation, interaction as well as pragmatics and interculturality are all involved in this activity.

Schenetti, Davide (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

Lernen durch Moderieren – Podcast im Fremdsprachenunterricht

AG 1

Am Beispiel des deutsch-italienischen Podcasts der Friedrich-Alexander-Universität „RADIazione“ (www.radiazione.org) werden die Geschichte und die Möglichkeiten des didaktischen Einsatzes des
Podcastings mit besonderem Bezug auf den Fremdsprachenunterricht erläutert.

  • Kann das Podcasting als moderne Version des Lernen durch Lehren verstanden werden?
  • Wer sind die Adressaten eines solchen Podcasts?
  • Welche Kompetenzen werden gefordert und gefördert?

Der Beitrag wird sich mit diesen Fragen auseinandersetzen und dabei untersuchen, was ein Podcast ist, ob das Podcasting als didaktisches Mittel definiert werden kann und wie es sich in das Curriculum des Fremdsprachenunterrichts integrieren lässt.

Die Vor- und Nachteile des Podcastings in diesem Bereich sollen schließlich besonders hinsichtlich der sprachlichen, kulturellen, interkulturellen und transkulturellen Ebene erläutert werden.

 


Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Land Bremen - www.fremdsprachenzentrum-bremen.de