Beiträge (L – M)

Lenders, Olaf (TU Eindhoven)

Kontextualisierte Wortschatzvermittlung mit Hilfe des AWL Highlighters

AG 3

Fremdsprachenlehrende stellen sich häufig die Frage, wie eine Unterrichtseinheit zum selbständigen Lernen über die Lehrveranstaltung hinaus anleiten und anregen kann. Ein Ziel der für diese Untersuchung ausgewählten Veranstaltung, die allgemeine akademische Sprachfertigkeiten auf dem GER Niveau B2 vermittelt, ist der Erwerb der Wortfamilien in den Sublisten 1 und 2 der Academic Word List (AWL). Die zu diesem Zweck verwendeten Materialien sollen auch geeignet, relevant und zugänglich für das Selbststudium sein. Besonders der letzte Punkt, die Zugänglichkeit der Materialien, führte zu der Entscheidung, web-basierte Ressourcen einzusetzen. Mit Hilfe des AWL Highlighters ist ein Hilfsmittel verfügbar, das Studierenden ermöglicht, gezielt ihren Wortschatz des akademischen Englisch zu erweitern, indem sie diese Wörter selbst in authentischen Kontexten identifizieren und deren Verwendung in für sie relevanten Texten sehen und verstehen können.

Im Rahmen der Veranstaltung hatten die Lerner die Aufgabe, einen Bericht von der BBC News-Webseite in Form eines Kurzreferats vorzustellen und im Anschluss die darin vorkommenden AWL-Wörter, die sie mit dem AWL Highlighter identifiziert haben, zu erklären. Als Teil der Prüfungsanforderungen mussten die Teilnehmer schließlich einen eigenen Text zu einem gegebenen Thema einreichen. Ziel der Untersuchung ist es, zu analysieren, wie Lerner die Wörter der AWL in eigenen Texten verwenden. Dazu werden die von Lernern verwendeten AWL-Wörter identifiziert und deren Kollokationen klassifiziert. Daraus sollen Rückschlüsse darauf gezogen werden, inwiefern die authentischen Texte der BBC News-Webseite die Wortwahl und Formulierungen der Lerner beeinflusst haben.

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Lorenz, Gunter (Sprachenzentrum Erlangen-Nürnberg)

From ‘ReMedial Grammar Advanced’ to ‘Flaw and Order’: Online Courses and Blended Learning for Advanced Learners of English

AG 3

At the last AKS conference, I was given the opportunity to introduce 'ReMedial Grammar Advanced', an online tool programmed to give intelligent error feedback in English grammar for students training to be teachers of English. RMG-A has now been launched successfully with the 'Virtuelle Hochschule Bayern', and in the first semester drew 400 registered users. At the Bremen symposium, I would like to pick up from there, giving a brief run-down of RMG A (as well as other online and blended learning courses run at our Centre), followed by an introduction of our latest online product, which is to be launched in the next few months.

The new programme, entitled 'Flaw and Order', is an entirely different tool: it deals with issues of word and constituent order in English, as well as the notion of information structure, addressing issues such as:

  • ‘How do I identify the constituents of an English sentence?’
  • ‘What are the basic regularities of word order in English?’
  • ‘Under what circumstances can I deviate from the SVO or MPT rule?’
  • ‘Where do the new/most important bits of information go in a sentence?’
  • ‘What does ‘definiteness’ have to do with word order?’
  • ‘Why is the writing of (advanced) German learners of English often seen as unnaturally ‘heavy’?’

'Flaw and Order' has been conceived for use in connection with writing classes, but can also easily be used as one of several modules of stand-alone grammar training. Like RMG-A, it was partly funded by the 'Virtuelle Hochschule Bayern'; as such, it will be offered free of charge for students of all universities and Fachhochschulen within Bavaria. I will, however, address the prerequisites for using it outside Bavaria in my paper.

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Marques, Gabriela de Oliveira (Justus-Liebig-Universität Gießen)

DaF-Lernen Online: Autonomie und Interaktion in einem freien didaktisierten Chat

AG 1

In der gegenwärtigen Diskussion in der Fremdsprachendidaktik ist es unbestritten, dass das Internet sowohl als Informations- als auch als Kommunikationsmedium viele Möglichkeiten für den Fremdsprachenunterricht bietet. Lerner einer Fremdsprache haben nicht nur Zugang zu authentischen Materialien aus dem Zielsprachenland, sondern können auch schnell und günstig direkt Kontakt mit Muttersprachlern aufnehmen. Eine Kommunikationsmöglichkeit im Internet, die sich heutzutage besonders unter Jugendlichen großer Beliebtheit erfreut, ist Chat. Chat wird aber auch zunehmend in Fremdsprachenlernkontexten eingesetzt. Ziel dieses Beitrags ist es, einen freien didaktisierten Chat für Deutsch als Fremdsprache vorzustellen, in dem Lerner aus der ganzen Welt in deutscher Sprache in Echtzeit miteinander kommunizieren können. Mindestens einmal täglich wird dieser Chat von Tutorinnen betreut, die die Diskussion moderieren und für Fragen bezüglich der deutschen Sprache und Landeskunde zur Verfügung stehen. Dieser Chat ist eines der Angebote des Projektes JETZT Deutsch Lernen (www.goethe.de/jetzt), das im Auftrag des Goethe-Instituts und in Zusammenarbeit mit dem Online-Jugendmagazin jetzt.de der Süddeutschen Zeitung an der Universität Gießen entwickelt wird. Die Interaktion in diesem Chat ermöglicht authentische Kontakte zwischen den Teilnehmern und trägt zur Überwindung geographischer Distanzen und zur Förderung des kulturellen und sprachlichen Austauschs bei. Der Beitrag präsentiert ein Dissertationsprojekt, das die interkulturellen Interaktionsmöglichkeiten in diesem Chat untersucht. Das Corpus dieser Arbeit besteht aus Chat-Protokollen, die quantitativ und qualitativ analysiert werden. Die bisherigen Ergebnisse der Studie zeigen u. a., dass die Chat-Teilnehmer ihre fremdsprachlichen Kenntnisse der deutschen Sprache während der Interaktion testen und selbst Lösungen für ihre fremdsprachlichen Lücken suchen. Darüber hinaus klären sie eigenständig Fragen zur Grammatik und Landeskunde, indem sie den Mitchattern unmittelbares Feedback geben und von ihnen bekommen. Daher erweist sich der untersuchte Chat als eine geeignete Kommunikationsform für das autonome und interaktive DaF-Lernen.

McKinney, Margaret / Comadina Granson, Ruben (University of Groningen)

Encouraging Students to take responsibility for their own English Language Acquisition

AG 3

This paper describes a VLE approach applied in two English medium programmes at the University of Groningen in the Netherlands: International Economics and Business (IE&B) and International Business and Management (IB&M). The overall aim is that students should experience as many different language tools as possible in order to become more independent and confident as self-directed language learners. This approach recognises the different educational and cultural backgrounds, learning styles and goals of
international students and is set within the Common European Framework of Reference for languages utilising elements of self-reflection. The paper describes four hands-on Blackboard based tools relating to self-assessment, vocabulary, writing and presenting.