Beiträge (B – E)

Bellingrodt, Lena Christine (Universität Bremen)

Portfolioarbeit im Fremdsprachenunterricht – jetzt auch elektronisch?

AG 4

Portfolioarbeit im Fremdsprachenunterricht hat gemeinhin zum Ziel, das fremd-sprachliche Lernen lebenslang zu begleiten und zu dokumentieren. Damit sind die zwei Hauptfunktionen des Europäischen Sprachenportfolios genannt – die pädagogische und die dokumentarische. Aus der Portfoliopraxis sind v. a. tragbare Mappen oder Ordner als Medium der Portfolioarbeit bekannt. Sie dienen dem Sammeln, Verwalten, Erstellen, Gestalten und Präsentieren von Lerndokumenten und als gemeinsame Grundlage für Portfoliogespräche zwischen Lehrenden und Lernenden.

Bei der Arbeit mit einem ePortfolio – und das impliziert der Name bereits, denn das „e“ steht für „elektronisch“ – stützt sich die Portfolioarbeit auf die Verwendung von Software und das Internet. Doch wie ist es zu einer solchen Entwicklung, weg vom Papiermodell, hin zu elektronischen (Sprachen-)Portfolios, gekommen?

Elektronische Portfolios sollen die praktische Handhabung und Organisation herkömmlicher Papiermodelle erleichtern. Der Umgang mit dem Computer während der Portfolioarbeit soll den Lernenden ein motivationaler Anreiz sein. Doch wie gestaltet sich die Arbeit mit einem elektronischen Sprachenportfolio aus der Sicht der Lernenden tatsächlich – bezogen auf die praktische Handhabung und Organisation?

In der Präsentation werden erste Ergebnisse einer Untersuchung zur elektronischen Portfolioarbeit gezeigt. Dabei geht es v. a. um die Einstellungen der Lernenden zur elektronischen Portfolioarbeit und um die Handhabung und Organisation eines ePortfolios. An der Studie haben insgesamt 52 Schülerinnen und Schüler einer 6. und einer 8. Klasse zweier Bremer Gymnasien teilgenommen. Sie haben im Schuljahr 2007/2008 regelmäßig alle drei bis vier Wochen im Spanischunterricht mit epos – dem elektronischen Portfolio der Sprachen – gearbeitet. epos ist ein webbasiertes interaktives Portfolio und verfügbar unter der Internetadresse www.epos-bremen.de.

Buschmann-Göbels, Astrid / Rodewald, Christine / Heyse, Lisa (Universität Bremen)

Selbstlernen mit Beratung – die Gestaltung einer motivierenden Lernumgebung

AG 1

In unserem Beitrag stellen wir das Tutorenprogramm, das seit dem WS 2007/08 am FZHB implementiert ist, vor. Dieses Programm ermöglicht Studierenden der Universität Bremen, autonom Sprachen zu lernen. Die wichtigsten Elemente des Programms sind Projektlernen, peer-Lernen, Nutzung der Bremer Portfolio-Plattform „epos“ sowie tutorielle Beratung.

Im Focus unseres Beitrags stehen die Fragen, wie sich die genannten Elemente des Programms auf das Lernverhalten der Studierenden auswirken. Welche Elemente sind besonders motivierend? Daran schließt sich die Frage an, welche Art von Beratung der Tutor/die Tutorin leistet und welchen Einfluss speziell die Tutorentätigkeit auf die Motivation der studentischen LernerInnen hat. Hierzu werden auch die aktuellen Evaluationsergebnisse sowie Berichte aus der Praxis herangezogen.

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Castagne, Eric (Université de Reims Champagne-Ardenne)

Autonomy, Motivation and Training of European Mutual Comprehension:
Contribution from ICE Method

AG 1

It is about 20 years since the concept of mutual comprehension has proved to be not only a powerful tool to develop the receptive competence of the related and/or close languages, but also an interdisciplinary field productive in theoretical, open and concrete reflections on the mutual comprehension between the European people and a space rich in proposals for innovations for teaching/training of foreign languages. We propose a brief introduction about the concept of mutual comprehension as well as the interdisciplinary and collaborative InterCompréhension Européenne (ICE) program. We will expose the basic principles of ICE method while insisting in particular on three methodological concepts aiming at autonomy and motivation: the valorisation of personal experience, the dynamic construction of meaning by interactive networks, and the non devaluation of approximations, gaps and errors. We will conclude our presentation by a practical exercise in education to mutual comprehension according to ICE methodology.

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Emke, Martina (Vhs Ostkreis Hannover) / Stickler, Ursula (The Open University, Milton Keynes)

LITERALIA – virtuelles, interkulturelles Sprachenlernen im Tandem und autonom

AG 1

Das Projekt LITERALIA, das mit Mitteln der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen der Aktion Grundtvig der Programme „SOKRATES“ und „Lebenslanges Lernen“ durchgeführt wurde, erweitert die Prinzipien des Tandemlernens auf den Bereich des Sprach- und Kulturerwerbs bei erwachsenen Lernenden. Unter dem Begriff des Tandemlernens wird dabei verstanden, dass sich 2 Lernende verschiedener Muttersprachen gegenseitig beim Erwerb der jeweiligen L2-Sprache und bei der Entwicklung interkultureller Fähigkeiten unterstützen.

2006 schlossen sich 5 Erwachsenenbildungsorganisationen aus Deutschland, Großbritannien, Italien und Polen zusammen, um in einem 2-jährigen Projekt unter Verwendung einer servergestützten virtuellen Lern- und Arbeitsumgebung Tandemlernpartnerschaften zwischen den Lernenden der Partnerorganisationen zu initiieren und den weiteren Austausch der Lernenden, der i. d. R. per E-Mail erfolgte, durch die Bereitstellung von Tandemaktivitäten zu unterstützen.

Die beteiligten Partnerorganisationen waren die Volkshochschule Ostkreis Hannover (D), die Open University (UK), das Bildungszentrum Wolfsburg gGmbH (D), das Centro Territoriale Permanente per l’Educazione degli Adulti di Pontedera (I) und die Bielsko-Biala School of Banking and Finance (PL).

Im Rahmen des Projektes entwickelten die Projektpartner eine moodle-basierte virtuelle Arbeits- und Lernplattform für die Lernenden, die sowohl als Kommunikationsmedium als auch als Mittel zur virtuellen Zusammenarbeit, beispielsweise bei der Erstellung von gemeinsamen Texten, dienen sollte. Zur Unterstützung der Lernenden wurden von den Projektpartnern auch Lernmaterialien, wie beispielsweise mehrsprachige Arbeitsblätter oder Fragebögen, entwickelt, oder es wurde versucht, virtuelle Diskussionen zu initiieren. Dabei zeigten sich im Verlauf des Projektes allerdings sehr unterschiedliche Benutzungsstrategien bei den Lernenden, die offenbar sowohl von ihren Vorkenntnissen in den Bereichen F2 und IKT als auch von ihren Sprachlernzielen und Erwartungen beeinflusst wurden. Insgesamt wurde festgestellt, dass einerseits Präsenztreffen eine motivierende und verstärkende Wirkung auf die Online-Nutzung hatten, dass aber andererseits oft auch soziale und persönliche Aspekte der Kommunikation für die Teilnehmenden wichtiger waren als die Konzentration auf das Sprachenlernen im virtuellen Raum.

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