AG 1 Blended Learning

Programm

Blended Learning

(z. B. Kombinationen von Fremdsprachenunterricht, Distanzlernen und Selbstlernen)
Leitung: Prof. Dr. Hans Krings (Uni Bremen), Dr. Richard Stinshoff (Sprachenzentrum Uni Oldenburg)

Blended Learning

(E.g. combinations of classroom teaching, distance learning and autonomous learning)
Workshop Organizers: Prof. Dr. Hans Krings (Uni Bremen), Dr. Richard Stinshoff (Sprachenzentrum Uni Oldenburg)

Freitag 9. März 

15:00-15:30

Sophie Bailly / Emmanuelle Carette
(CRAPEL/ATILF-CNRS UMR / Université Nancy 2)

Compulsory self-directed learning: contradiction or challenge?

 

15:30-16:00

Hartwig Kalverkämper (Humboldt-Universität zu Berlin)

Fachsprache als Einstieg in die Fremdsprachenerlernung - Ein Umkehrmodell und seine Realisierung im Fernstudium DaF

16:00-16:30

Ana Iglesias (Universität Hildesheim)

Fehlerprotokolle als Instrument der Selbstbeobachtung im Spanischunterricht

16:30-17:00

Sheila Regan / Damian Quinn (Universität Erlangen-Nürnberg)

Motivation in blended learning courses – convincing learners of ‘added value’

The role of learner autonomy in the exploitation of CALL resources

 

Samstag 10. März 

10:00-10:30

Andreas Grünewald (Universität Bremen)

Blended Learning Seminar in der Lehrerbildung

10:30-11:00

Graziano Serragiotto (Universität Venedig)

Blended Learning: Evaluation and self-assessment in the Master Itals ­ Ca’ Foscari University of Venice

11:00-11:30

Robert Simunek (Universität Siegen)

"What is orienteering?" ­ Trampelpfade und Holzwege beimm Strategieeinsatz in einem universitären Telekollaborationsprojekt

11:30-12:00

Ruth Trinder / Margit Ozwalda (Wirtschaftsuniversität Wien)

The role of learner autonomy in the exploitation of CALL resources

Sophie Bailly / Emmanuelle Carette (CRAPEL/ATILF-CNRS UMR / Université Nancy 2)

Compulsory self-directed learning: contradiction or challenge?

At the DeFLE (departement for french as a foreign language) at the university of Nancy (France), around 200 foreign students register each year for language training mainly based on teaching. The rest of the time (20% of the curriculum), students are required to attend the university language ressource center for supported self-directed learning (Holec 1998). There they can meet a counsellor (Gremmo 1995) and discuss their learning objectives and practices in order to improve their learning ability.

Previous research (Bailly and Carette 2006) indicated that, in this context, self-directed learning skills can not develop as much as expected, for two main reasons. First, students obviously lack preparation in self-directed learning. Second, counsellors, having to deal with groups of 20 students for a two hour weekly session lack time to help students reflect individually on their learning.

Our study, based on questionnaires, interviews and observations, will aim at defining ways for improving the organisation of links between teaching and self-directed learning within constraints of the curriculum, in order to improve students’ preparation and skills in self-directed learning and help them and the counsellors make the best of the counselling sessions : organizing learning to learn sessions in groups, developping learning criteria during classes, organizing group counselling sessions.

Bibliography

  • Bailly Sophie and Carette Emmanuelle (2006), "Introducing self-directed learning in an innovation-friendly institutional context", Porta Linguarum, 6, p. 77-97
  • Gremmo Marie-José (1995), "Conseiller n’est pas enseigner : le rôle du conseiller dans l’entretien de conseil" in Mélanges CRAPEL, 22, p. 33-61
  • Holec Henri (1998) "L’apprentissage auto-dirigé : une autre offre de formation", Apprentissage et usage des langues dans le cadre européen, Le français dans le Monde Recherches et Applications, Numéro spécial Juillet 1998, Strasbourg : Editions du Conseil de l’Europe, p. 213-256

Hartwig Kalverkämper (Humboldt-Universität zu Berlin)

Fachsprache als Einstieg in die Fremdsprachenerlernung - Ein Umkehrmodell und seine Realisierung im Fernstudium DaF

Fremdsprachenlernen im Fernstudium hat wachsende Zukunftchancen, erst recht mit dem verfeinerten Potential einer globalen Technik. Der Wunsch nach einem ökonomischen Weg des Lernaufwandes entspricht den Vorstellungen des Lerners nach spezifischen Einsatzmöglichkeiten seiner Lernkenntnisse von der Fremdsprache: diese sind fast immer fachbezogen. Es erscheint somit sinnwidrig, ein übliches Aufbaumodell, mit Basis "Gemeinsprache" und spezifizierendem fachsprachlichem Aufbau, zu erstellen. Vielmehr sollte man die breiten Erkenntnisse der Fachkommunikationsforschung nutzen und die Deckungen von Fach- und Gemeinsprache in die Basislehre einbeziehen: Ein Umkehrmodell also, das mit fachsprachlichem Register einsetzt und es sukzessive erweitert und das somit der Lernermotivation in einem zentralen Aspekt entgegenkommt. Zugleich wird der erwachsene Distanz-Lerner nicht mit infantilisierenden Inhalten, sondern bereits von Anfang an mit anspruchsvollen Sinnkomplexen konfrontiert. Einen entsprechenden Kurs gibt es bereits. Der Vortrag wird den neuen Denkansatz, den Bedarfskontext, die interdisziplinären Bezüge, die Realisierung als fertigen Kurs, die Perspektiven vorstellen.

Ana Iglesias (Universität Hildesheim)

Fehlerprotokolle als Instrument der Selbstbeobachtung im Spanischunterricht

Viele Studierende an deutschen Hochschulen lernen Spanisch als dritte, oft sogar als vierte Fremdsprache. Sie wenden also bereits zu Beginn ihres Spanischstudiums bewusst oder unbewusst effiziente Lernstrategien an. Diese lassen sich im Rahmen des Autonomen Lernens nutzen. Am Institut für Angewandte Sprachwissenschaft der Universität Hildesheim wurden die Möglichkeiten, die die Selbstbeobachtung beim Erwerb der schriftlichen Kompetenz den Studierenden in Verbindung mit der Abfertigung ausführlicher Fehlerprotokolle bietet, eingehend gestestet.

Dieses Verfahren bietet erfahrenen Sprachenlernern eine gute Möglichkeit, den eigenen Lernprozess auf allen Stufen zu verfolgen und zu lenken. Dabei geht es zunächst darum, die Fehler, die vom Dozenten lediglich gekkenzeichnet wurden, selber zu berichtigen, um sie danach in eine Tabelle aufzunehmen, die die Rubriken "Fehlertyp", "Berichtigung" und gegebenenfalls "Kommentar" enthält. Mit Hilfe des Computers können die einzelnen Fehler automatisch nach Fehlertypen sortiert werden, so dass die Studierenden einen Überblick über die am häufigsten aufgetretenen Fehler erhalten. Dies erleichtert die Planung und Optimierung des weiteren Lernverlaufs. Die Vorteile dieses Verfahrens - aber auch mögliche Nachteile - sollen anhand von konkreten Beispielen näher erläutert und zur Diskussion gestellt werden.

Sheila Regan / Damian Quinn (Universität Erlangen-Nürnberg)

Motivation in blended learning courses – convincing learners of ‘added value’
The role of learner autonomy in the exploitation of CALL resources

Blended learning courses provide an opportunity to integrate language learning within a broader framework of skills training and thus make it possible to achieve results over and above those which can be attained through traditional forms of teaching.

Motivation is central to all learning and plays a particularly important role in blended learning. Based on the examples of two language courses for advanced learners, English for Economics and Presentation Skills in English, developed at the University of Erlangen-Nuremberg, this presentation will show how the motivation of the learner (and the tutor) can be enhanced not only through offering a carefully designed didactic concept and innovative study materials but also through tailored marketing to students of the additional benefits of the course to them… the ‘added value’ of well designed blended learning courses per se.

Andreas Grünewald (Universität Bremen)

Blended Learning Seminar in der Lehrerbildung

Das Seminar wird unter dem Titel "Digitale Medien im Fremdsprachenunterricht: Didaktische Analyse und praktische Umsetzung" an den Universitäten Bremen, Bochum und Paderborn als Kooperationsseminar angeboten. Die Studierenden dieser drei Institutionen arbeiten in virtuellen Lerngruppen zusammen und verwenden dabei eine Online-Plattform.

Zu den Inhalten:
Ausgehend von konkreten Unterrichtsmodellen für die Fächer, Spanisch, Französisch und Englisch erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Verlauf des Seminars Methoden für den fremdsprachlichen Unterricht mit neuen Medien. In virtuellen Lerngruppen entwickeln Sie dabei zusammen mit Studierenden zweier anderer Universitäten im norddeutschen Raum eigene Unterrichtsentwürfe. Neben der didaktisch-methodischen Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten neuer Medien im Unterricht bildet die Erweiterung der eigenen Medienkompetenz den zweiten Schwerpunkt des Seminars. Hierzu lernen die Studierenden in einer lokalen Lernpartnerschaft mit einer/m Mitstudierenden aus Bremen einfache Autorensysteme kennen, formulieren Bewertungskriterien für Lernsoftware und erproben die unterrichtlichen Möglichkeiten von Standardsoftware.

Vermittelte Kompetenzen:
Grundlegende Fähigkeiten zur Bewertung und Erarbeitung von Unterrichtsmodellen (neue Medien im Fremdsprachenunterricht); Erweiterung der Medienkompetenzen (Kooperatives Lernen in der eLearning-Umgebung lo-net, Lernsoftware)

Seminarorganisation:
Das Seminar besteht aus verpflichtenden Präsenzveranstaltungen und einem semesterbegleitenden eigenständig und zeitlich flexibel zu organisierenden Online-Kurs.

Ziele des Beitrages sind zum einen die Darstellung des Ablaufes der virtuellen Phasen, Erfahrungsberichte aus beriets vier Veranstaltungen, Demonstration von Ergebnissen und die Vorstellung der Plattform.

Graziano Serragiotto (Universität Venedig)

Blended Learning: Evaluation and self-assessment in the Master Itals ­ Ca’ Foscari University of Venice

One of the most important features in the Master Itals  regards evaluation and self-assessment, since especially in  blended learning with adult learners it is important to give an instrument which is useful to focus on the results of  the performance of the learners.

The presentation will focus on the different ways of evaluation adopted during the Master course including the final dissertation of the learners. Moreover, we will focus on the way the learners can evaluate the course itself, giving advice, promoting new ways of learning through technologies. Obviously it is also the result of the research carried out during these years coming from the whole staff of the Master Itals.

Robert Simunek (Universität Siegen)

"What is orienteering?" ­ Trampelpfade und Holzwege beim Strategieeinsatz in einem universitären Telekollaborationsprojekt

Telekollaborationsprojekte zwischen Lernern und Muttersprachlern jeweils reziproker Fremdsprachen bieten die Möglichkeit, autonome Lernprozesse in einem institutionellen Rahmen anzuregen. Die Analyse eines sechswöchigen Projekts zwischen Studierenden aus Kanada und Deutschland spricht dafür, dass der Spagat zwischen Steuerung und Autonomie auf der Makroebene gelingt, etwa bei der teilselbständigen Planung und Durchführung des Projektes oder beim Setzen und Erreichen von Projektzielen. Andererseits fehlen den Lernenden auf der Mikroebene offenbar Strategien, die den Spracherwerbsprozess befördern könnten. Daher greifen sie häufig nach Verlegenheitslösungen, auch wenn deren Wirksamkeit ihnen selbst zweifelhaft ist (erstsprachlicher Transfer, Abbruch von Suchprozessen). Fragen nach möglichen Hilfestellungen stellen sich hier im Lichte schwer überwindbarer Lernerhaltungen (Imitationshemmungen, Sicherheitsbedürfnis, fehlende Aktivierung des more knowledgeable partner). Denkbare Auswege sind ambivalent: mehr Freiheit in der Gestaltung der äußeren Bedingungen vs. mehr Steuerung in Form von Anleitungen zur eigenständigen Diagnose und Überwindung von Lernproblemen.

Ruth Trinder / Margit Ozwalda (Wirtschaftsuniversität Wien)

The role of learner autonomy in the exploitation of CALL resources

At first glance, the link between CALL and autonomy seems straightforward: the informed use of learning technology appears to necessitate and imply a certain degree of learner independence. Yet in reality we are looking at a highly complex, even paradoxical relationship influenced by many variables.

Whilst the simplistic positions formerly held by advocates and detractors of technology in LL ("introduction of technology enhances learner autonomy" versus "tutorial programs foster learner dependence") are becoming a thing of the past, the actual relationship is far from being completely explored. Based on our experience with a formal blended learning context at the Vienna University of Economics, we will address the question of how much autonomy we can expect students to bring to the learning situation, and explore which learner internal and external factors contribute to or impede the development of autonomous mindsets.

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Bärbel Kühn und Rüdiger Fehse