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Der Runde Tisch Sprachen im Lernnetzwerk Bremen
Das "LernNetzwerk Bremen - Innovation und Kompetenz für die Region Bremen und Bremerhaven" will die Idee des lebenslangen Lernens im Land Bremen als ein Element des regionalen Strukturwandels verankern. Durch den Aufbau eines regionalen Netzwerks soll eine neue Lernkultur gefördert werden. Teil des Lernnetzwerkes ist das Projekt "Sprache als Schlüssel zum lebenslangen Lernen", das diese Idee für die Sprachenbildung in der Region konkretisieren will. Der Weg dazu: Die Gründung des Runden Tisches Sprachen. Das Instrument: Die Verbreitung des Europäischen Sprachenportfolios über alle wichtigen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen im Land Bremen.
Ziele und Funktionen des Europäischen Sprachenportfolios
Das Sprachenportfolio des Europarats (European Language Portfolio/ELP) wurde auf der Basis des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens zur Förderung von Mehrsprachigkeit und damit zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität der Bürgerinnen und Bürger entwickelt. Wichtiges Teilziel dabei ist die sprachliche Förderung von Migranten und Migrantinnen. Das Sprachenportfolio hat den Anspruch, zum selbstständigen lebenslangen Sprachenlernen zu motivieren und die Sprachlernergebnisse zur Vorlage bei Einrichtungen von Bildung und Wissenschaft und bei Arbeitgebern europaweit lesbar zu dokumentieren. Es macht fremdsprachlichen Leistungen transparent und über innerdeutsche (Bundesländer) und europäische Grenzen vergleichbar, indem es sich an den international gültigen Standards des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens der Sprachen (GER) orientiert Damit motiviert es gleichzeitig zur Erlangung europäischer Zertifikate.
Ziele und Funktionen des Runden Tisches
Ein wichtiges Anliegen des Europarates ist es, die Verbreitung des Sprachenportfolios in Europa in die Hände der Träger von Bildungseinrichtungen der Länder und Regionen selbst zu geben. Die Unterzeichnenden haben sich daher im Lernnetzwerk des Landes Bremen zu einem „Runden Tisch Sprachen“ zusammengeschlossen. Sie sehen darin eine gute Möglichkeit, ein gemeinsames modularisiertes Portfolio für das Land Bremen aufzulegen, das die Bürgerinnen und Bürger Bremens von Schulbeginn an in der Sprachaus- und weiterbildung bis hin zu Sprachtrainings im späteren Lebensalter begleiten soll. Durch seine Zusammensetzung gibt der Runde Tisch dem Bremer Sprachenportfolio zugleich regionalen wie europäischen Charakter: Bildungsträger aus Schule, Hochschulen, Erwachsenenbildung und Wirtschaft aus Bremen und Bremerhaven sitzen zusammen mit den großen in Bremen ansässigen Kulturinstitute am Tisch. Ihr gemeinsames Ziel ist die Verbreitung des Portfoliogedankens und der Implementierung des Portfolios in möglichst vielen Bildungseinrichtungen in Bremen. Damit sollen die Kontinuität des Sprachenlernens gewährleistet und Brüche im Sprachlernprozess verhindert werden.
Gemeinsame Aufgabe des Runden Tisches Sprachen
Verbreitung des Sprachenportfolios in möglichst vielen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen in Bremen durch
- Entwicklung eines modularisierten Sprachenportfolios in Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen
- Online-Vernetzung der Module in einem Bremer Elektronischen Portfolio der Sprachen (epos)
- Überbrückung der Schnittstellen zwischen Schulstufen sowie Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen
Gemeinsame Fortbildungsseminare zum Sprachenportfolio
Die zum "Runden Tisch" gehörenden Einrichtungen
- Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Lande Bremen (FZHB)
- Goethe-Institut
- Institut Français
- Instituto Cervantes
- Landesinstitut für Schule Bremen (LIS)
- Lehrerfortbildungsinstitut Bremerhaven (LFI)
- Volkshochschule Bremen und Bremerhaven (VHS)
- Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer (WISOAK)
Projektentwicklung
Fachtagung des "Runden Tisches Sprachen Bremen"
22. März 2006: "Entwicklung von Sprachkompetenz - das Portfolio der Sprachen im Land Bremen"
Projekt epos - Ein Elektronisches Sprachenportfolio für alle Bildungsstufen
Seit Herbst 2006 wird im FZHB die erste Version des elektronischen Portfolios epos genutzt. epos ist eine webbasierte Portfolio-Plattform, über die verschiedene Sprachenportfolien im Netz für das Lernen zugänglich gemacht werden können. Entwickelt wurde es von den Partnern des "runder tisch sprachen bremen". (probieren Sie die Demoversion des Fremdsprachenzentrums)
Das Euopäische Sprachenportfolio - Eine neue Lernmethode für Sprachen? (B.Kühn)
Powerpointpräsentation am 06.07.2006
Das Euopäische Sprachenportfolio - Ein Instrument der Selbstbewertung und Lernberatung (W. Sailer)
Präsentation auf einer Fachkonferenz am 6.3.2008 (hier als PDF)
